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Die Kampagne für die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen (UNPA) ist ein globales Netzwerk von Parlamentariern und NGOs, die sich für eine stärkere Bürgervertretung in der UNO einsetzen.

Beim Start der Kampagne im April 2007 bei mehr als einem Dutzend Veranstaltungen auf fünf Kontinenten wurde ein internationaler "Aufruf für die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen" veröffentlicht. Im April 2009 folgte ein Aufruf der Kampagne "für eine globale demokratische Beaufsichtigung der internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen". Die Statements der Kampagne werden von 3082 Personen aus 135 Ländern, darunter 707 Abgeordnete, sowie von 193 NGOs aus aller Welt unterstützt.

Die erste internationale Konferenz fand im November 2007 im Palais des Nations in Genf unter der Schirmherrschaft des ehemaligen UN-Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali statt. Die zweite internationale Konferenz wurde im November 2008 im Europäischen Parlament abgehalten.

Das Kampagnen-Sekretariat wird vom Komitee für eine demokratische UNO geführt. Die Aktivitäten der Kampagne werden darüber hinaus von einem informellen Lenkungskreis koordiniert, der außerdem dabei hilft, die Ziele, Politk und Strategien der Kampagne festzulegen.

Ziele der Kampagne

* Den UNPA-Vorschlag in politischen Debatten und in den Medien sichtbarer zu machen
* Die Entstehung nationaler und lokaler Netzwerke von Individuen, Nicht-Regierungs-Organisationen und Parlamentariern zu fördern, die sich in Ihrem Einflußbereich für eine UNPA einsetzen
* Eine globale Koalition zu etablieren, die parlamentarische und zivilgesellschaftliche Aktivitäten für ein UN-Parlament unter einem Dach vereint
* Kontakte und Gespräche mit potentiell gleichgesinnten Parlamenten und Regierungen anzubahnen



Das TGDE (The Global Democracy Experiment), eine Art virtuelles Weltparlament, stellt den Versuch dar, über Entscheidungsfindung im Internet letztlich wirkliche Entscheidungen zu beeinflussen. Es werden hier die politischen Institutionen eines Staates simuliert, um an ihnen eine globale Demokratie zu erproben. Näherfristiges Ziel ist es, eine Plattform zur Verfügung zu stellen, die jeder nutzen kann um über Internationale Beziehungen sowohl zu diskutieren als auch abzustimmen. Längerfristiges Ziel bleibt es, diese Ergebnisse in politische Entscheidungsfindungsprozesse mit einfließen zu lassen. Je mehr Menschen teilnehmen, desto wahrscheinlicher können tatsächliche Entscheidungen beeinflusst werden.

Ansprechpartner: Dr. Rasmus Tenbergen

Internetadressen: http://tgde.org

http://www.world-parliament.org

Mehr über die UNPA in: